Suite "Hallo Rio"
Diese Suite für zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug wurde 2005 für die Gruppe "notenReich" geschrieben.

Harmonisch experimentiert diese Suite mit Parallelverschiebungen, besonders mit den in der klassischen Musik seltenen Oktav- und Quitparallelen. Im Bossa Nova werden zwischen dem ersten und zweiten Takt alle Akkordtöne um einen Halbton nach unten geführt - bis auf die Moll-Terz, die liegen bleibt und so zur Dur Terz wird. Im B-Teil des Bossa Nova wird die Verschiebung umgehrt: Auf G Dur folgt gis Moll.

Die Samba verfolgt die gleiche Idee. Beim Func werden ganze Dur Dreiklänge verschoben: E - F - Fis G. Dabei bleibt der Ton E liegen und wandelt seine harmonische Bedeutung: Oktave, grosse Septime, kleine Septime und grosse Sechste. So ändert ein einziger sich nicht bewegender Ton die Klangfarben...

Bei der Rumba (einem Quodlibet) wird die Verschiebung ins Extrem genommen:Alle Töne des A Dur Sept-Nonenakkordes werden parallel um einen Halbton erhöht.

Der Walzer beinhaltet noch eine kleine Klangstudie: welcher Klangeindruck entsteht, wenn die Melodie genau die Töne enthält, weche aus einem Dreiklang in der Begleitung einen Vierklang vom Typ "Jazz-Akkord" machen?

Ist das eine Posaune?



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